Verbraucher können bei DSL-Angeboten psychologisch nur über den Preis angelockt werden
Mittlerweile ist ein Festnetzanschluss zu ca. 90 % Standard in deutschen Haushalten. Circa 75 % zählen die Internetzugänge. Um überhaupt Zugang zum Internet zu bekommen, benötigt man einen DSL-Anschluss. Und für diesen wiederum einen Festnetzanschluss. Es gibt zwar bereits auch die sogenannten entbündelten DSL-Anschlüsse, die keinen Festnetzanschluss erfordern, diese sind aber noch nicht so ausgereift. In den Anfängen des Internets bekam man von seinem Festnetzbetreiber auch den DSL-Anschluss. Im Laufe der Jahre kamen aber immer mehr Provider auf den Markt, die auch DSL-Anschlüsse anbieten. Das Monopol für das Festnetz hat keiner dieser DSL-Anbieter.
Somit haben die DSL-Provider keinen großen Spielraum bei ihren DSL-Angeboten. Die psychologische Verkaufstaktik beschränkt sich also nur auf den Preis. Es gibt hier sehr viele Preisvarianten bei den DSL-Angeboten. Die DSL Angebote eines Providers können so aussehen, dass man einen Preisvorteil in Form einer Gutschrift erhält. Wiederum andere DSL Angebote garantieren beispielsweise sieben, acht oder neun Monate Grundgebühr-Befreiung. Weitere DSL Angebote beinhalten, dass die Festnetzgebühr beim Monopolisten entfällt, die allerdings dann vom DSL-Provider berechnet wird. Dann gibt es noch ein paar DSL-Anbieter, die auch Prämien vergeben. Zum Beispiel beim Abschluss eines DSL-Vertrages bekommt man gratis ein Laptop dazu. Auf den ersten Blick erscheinen die DSL Angebote recht vielseitig, aber auf den zweiten Blick nicht mehr so sehr. Unterm Strich ist die Preisgestaltung ähnlich.
Sobald allerdings die entbündelten DSL-Anschlüsse genau so gut funktionieren, wie die DSL-Anschlüsse über Festnetz, wird sich das gewaltig ändern. Genau dann wird sich ein neuer Markt auftun und der wird boomen. Die DSL Angebote werden spätestens dann von Grund auf anders aussehen. Ähnlich wie derzeit der Handy-Markt. Man darf gespannt sein.