Wissenschaft
In neueren Zeiten wurde deren Darstellung und Behandlung dann zu einem eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitsgebiet. Ab dem 19. Jahrhundert wurde Psychologie an Universitäten als selbständiges Fach gelehrt.
Durch die psychoanalytischen Methoden Sigmund Freuds und die psychotherapeutischen Ansätze A. Adlers und C.G. Jungs hat das Betätigungsfeld des Psychologen darüber hinaus eine populär gewordene Ausrichtung erhalten, die weit über den Kreis der engeren Wissenschaft hinausging. Diese darf aber nicht mit ‘der’ Psychologie gleichgesetzt werden.
In der modernen Psychologie lassen sich die eher theoretisch orientierten Grundlagendisziplinen von den stärker praktisch ausgerichteten Anwendungsdisziplinen unterscheiden. So gehören die Allgemeine Psychologie, die Biopsychologie, die Entwicklungspsychologie oder die Sozialpsychologie zu den Grundlagendisziplinen.
In der Allgemeinen Psychologie werden generelle Gesetzmäßigkeiten der seelischen Verfassung wie Gefühle, Denken, Wahrnehmung, u.a. untersucht, während beispielsweise in der Entwicklungspsychologie einzelne Entwicklungsstufen, deren Bedingungen und ihr konkreter Verlauf zum Gegenstand werden. Zu den Anwendungsdisziplinen zählen Fächer wie die Arbeits- und Organisationspsychologie, die Medienpsychologie und die Klinische Psychologie. Allen diesen Fächern ist gemein, dass sie das menschliche Leben und Empfinden unter dem Gesichtspunkt empirisch erfassbarer Zustände und Übergänge analysieren, es werden hierbei aber unterschiedliche Herangehensweisen und Ausgangspunkte gewählt.